1885
Gründung der Firma am heutigen Standort als Pappenfabrik durch Heinrich Auhagen
1919
Übergabe an Sohn Rudolf Auhagen sen.
1945
Rudolf Auhagen jun., gelernter Maler und Grafiker, kehrt aus dem Krieg zurück und beginnt mit der Veredlung der Pappe aus eigener Herstellung. Geprägte Marmeladeglasdeckel, gestanzter Christbaumschmuck und ähnliches sowie Verpackung aus Pappe und Karton werden hergestellt.
1952
Durch den Bau eines erzgebirgisch traditionellen Weihnachtsberges für die Familie erwachte die Idee, Häuser für die Modelleisenbahn als Bausatz zu entwerfen und herzustellen. Sie wurden komplett aus Pappe und Papier gefertigt und mit Holzteilen ergänzt.
1958
Die Firma entwickelte sich kontinuierlich. Rudolf Auhagen sen. und Rudolf Auhagen jun. gründen die H. Auhagen KG. Die Geschäftsleitung übernimmt Rudolf Auhagen jun.
1965
Um Kunststoffspritzgießformen und -teile selbst fertigen zu können, werden ein hauseigener Werkzeugbau eingerichtet und Kunststoffspritzgießmaschinen angeschafft. Dadurch können den Bausätzen Schornsteine, Fenster, Firstleisten u. ä. aus Kunststoff beigelegt werden. Man spricht von „Mischbauweise".
1970 – 1971
Die Pappenherstellung wird liquidiert. Eine umfangreiche Rekonstruktions- und Erweiterungsbaumaßnahme schließt sich an. Das Gebäudesortiment wird nach und nach – dem Trend entsprechend – auf „Vollplastausführung" umgestellt.
1972
Zwangsverstaatlichung der Firma zum VEB Modellspielwaren Marienberg-Hüttengrund (MAMOS)
1979
Angliederung des VEB Modellbahn-Zubehör (ehemals Scheffler) Marienberg als Poduktionsabschnitt
1980
Einbindung in den Kombinatsbetrieb VEB VERO Olbernhau zum VEB VERO, Werk 5, Marienberg-Hüttengrund
1990
Reprivatisierung der Firma Auhagen durch den inzwischen 70-jährigen Rudolf Auhagen jun. (gest. 19.04.1995). Die Produktion des bewährten Auhagen-Modelleisenbahnzubehörsortiments sowie der Verpackung aus Pappe und Karton wird mit 13 Mitarbeitern weitergeführt.
1991
Erstmalig Teilnahme an der Nürnberger Spielwarenmesse und Auszeichnung des Artikels Bahnhof Klingenberg-Colmnitz H0 zum „Modell des Jahres 1991". Auch in den Jahren 1993, 1995, 1998, 2000, 2001, 2002, 2004, 2005, 2006 und 2007 wählten Leser und Redaktion der Zeitschrift Eisenbahn-Magazin Auhagen-Produkte zum „Modell des Jahres".
1993
Rudolf Auhagen jun. überträgt die Firma seiner Tochter Ute Hofmann-Auhagen in 4. Generation.
Die Auhagen GmbH wird gegründet und bleibt damit weiterhin in 100-prozentigem Familienbesitz.
1996
Umfangreiche Rekonstruktions- und Erweiterungsbaumaßnahme am Gründungsstandort
1996
Kauf der ehemaligen VERO-Modelleisenbahnzubehör-Produktion Olbernhau von der Treuhand, Verlagerung nach Marienberg und schrittweise Neuauflage des Sortiments
20./21.06.1998
„1. Tag der offenen Tür"
1998 – 1999
Investition in moderne Technik, vor allem im Werkzeugbau und Kunststoffspritzguss
1999
Die Firma Auhagen beschäftigt 26 Mitarbeiter und bildet einen Mediengestalter und einen Werkzeugmechaniker aus. In den neuen Bundesländern konnte die Auhagen GmbH ihre Stellung als Marktführer zurückerobern und bietet als einziger Hersteller ein komplettes TT-Gebäudesortiment an. Sie ist auch der einzige Modelleisenbahnzubehörhersteller in den neuen Bundesländern und im Vergleich zum Wettbewerb der „Kleinste".
05.07.1999
Unwetterkatastrophe im Mittleren Erzgebirgskreis: Ca. 300 qm Kellerfläche, die als Material- und Halbfertigwarenlager genutzt wurden, einschließlich aller technischen Anlagen, wie Heizung, Kompressor, Aufzug, Elektrohauptverteilung, Kühl- und Brauchwasser, wurden komplett überflutet. Das ca. 200 qm große Nebengebäude mit Auhagen-Shop, Messelager und Produktarchiv auf dem Dachboden wurde so zerstört, dass es abgerissen werden musste. Nur das Produktarchiv war zu retten. Die Produktion und das Fertigwarenlager waren glücklicherweise nicht in Mitleidenschaft gezogen.